Beschämend

14.08.2019 • 15:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Leserbreif zum VN-Bericht vom 9. 8. 2019 „Taten statt Worte“. Es ist beschämend dass das Festhalten an ihrer heiligen Kuh „Wachstum“, der derzeit Regierenden bereits die Kinder veranlasst, für ihre zukünftige Lebensqualität zu kämpfen. Ein typisches Beispiel ist das geplante Mercosur-Handelsabkommen mit südamerikanischen Staaten. Brasilien müsste für dieses Handelsabkommen eine zusätzliche Fläche Regenwalt (die Lunge der Erde), in einer Größe von Deutschland, abholzen. Die weltweiten Regenwalt-Brandrodungen verursachen jetzt bereits elf Prozent vom CO2-Ausstoß. Wenn man bedenkt das eine Buche in ihrem Leben eine Tonne CO2 bindet, an einen Tag dreizehn Kilogramm Sauerstoff produziert und vierhundert Liter Wasser für ein angenehmes Umgebungsklima verdunstet, wäre eine Weltweite Aufforstung von Nöten. Das Brasilien für den Anbau von Soja, Spritzmittel, die in der EU verboten sind verwendet, scheint auch keinen EU-Politiker zu interessieren. Vor allem Deutschland möchte mit diesen Handelsvertrag ihre Auto und Maschinen, Steuerfrei exportieren und billiges Rindfleisch und Soja importieren. Dass die ausreichend vorhandene Fleischproduktion in der EU für den Klimaschutz längst reduziert werden müsste, wird den Interessen der Wirtschaft geopfert. Anstatt die erforderliche Regionalität, die den umweltschädlichen Warentransport (Containerschiffe mit ihren Schwerölantrieben sind die größten Meeresverschmutzter) reduzieren würde, zu unterstützen, hat die EU mit US-Amerika einen, bis zu jährlich 35.000 Tonnen Rindfleischliefervertrag abgeschlossen und schwächt damit die lokale Landwirtschaft.

Alfred Fuchs, Dornbirn