Hochwasserschutzprojekt Rhesi

14.08.2019 • 15:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief von Gebhard Tschavoll in den VN vom 12. 8. 2019:

Die Internationale Rheinregulierung hat vor acht Jahren den Auftrag erhalten, den Hochwasserschutz am Rhein ab der Illmündung zu verbessern. Seither wurden zahlreiche Varianten untersucht, Grundlagen geschaffen und viele Veranstaltungen, Treffen und Diskussionen mit allen möglichen Interessenvertretern – vor allem auch mit dem WWF – geführt, um deren Interessen abzuholen. Das Resultat liegt mit dem Generellen Projekt von Rhesi vor: einer grossen Chance fürs Rheintal. Wenn nun Interessenvertreter wie Herr Tschavoll vom WWF, die sich bisher nicht am Prozess beteiligt haben davon sprechen, dass es darum gehe Probleme „frühzeitig“ anzusprechen, können wir dies nur verwundert zur Kenntnis nehmen. Vor allem auch deshalb, weil das von ihm zitierte Entwicklungskonzept Alpenrhein vom Projekt Rhesi nach Punkte und Beistrich eingehalten wird und weil das Projekt Rhesi eine grosse ökologische Verbesserung für den Rhein bringt. Wie vielfältig die Ansprüche an das Projekt sind, zeigt auch der Leserbrief vom 14. 8. 2019 von Herrn Benedikt Bolter, der wörtlich das Gegenteil der Vorstösse des WWF fordert. Unsere Rolle ist die Interessen abzuwägen und ein Projekt zu schaffen, das die Hochwassersicherheit verbessert, für die Ökologie mehr Platz schafft, aber dennoch auch die anderen Interessen wie Trinkwasserversorgung oder Landwirtschaft berücksichtigt. Natürlich laden wir den WWF erneut ein, seine Sicht der Dinge einzubringen. Denn der Rhein hat uns eines gelehrt: nur gemeinsam kommen wir ans Ziel.

Markus Mähr, Projektleiter Hochwasserschutzprojekt Rhesi