Direkte Bürgerstimme

Leserbriefe / 23.08.2019 • 22:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Kommentar vom 17. August 2019.
VN-Kommentar vom 17. August 2019.

In seinem Beitrag „Volkes Stimme“ beklagt Kommentator Hubert Rhomberg, dass wichtige Entscheidungen auf der politischen Ebene manchmal nicht getroffen werden können. Nach seinen Worten würden irgendwelche Akteure Politiker unter Druck setzen und juristisch mögliches Verhinderungs-Potential unerschrocken ausschöpfen. Dass solche Entscheidungen auch in Zusammenhang mit üppigen Parteispenden stehen könnten, beklagt er nicht. Die weitere Beschneidung der Grünzone, Fragen der Wassernutzung für industrielle Zwecke, übermäßige Kies-Schwertransporte ins Ausland und vermehrte touristische Eingriffe in unberührte Natur sind dazu aktuelle Stichwörter. Gut, dass es engagierte Bürgerinnen und Bürger gibt, die Entscheidungen mit möglichem Lobbyeinfluss gründlich hinterfragen und sich gegen Vorgänge dieser Art wehren. Das ist Bürgerrecht! Und eines muss klar sein: Es geht um unseren Lebensraum. Über dessen Schicksal entscheidet einzig und allein die hier ansässige Bevölkerung mittels Abstimmung. Was wir wirklich dringend brauchen, ist das klare Bekenntnis zu direktdemokratischen Volksrechten, verknüpft mit Föderalismus und Gemeindeautonomie, verknüpft mit absoluter Transparenz im öffentlichen Bereich. Und schließlich verknüpft mit einem Wahlrecht, bei dem überzeugende Persönlichkeiten anstelle von unbekannten Parteileuten gewählt werden können. Dieses System ist bei unseren Nachbarn bewährt und letztlich das vernünftigste, erfolgreichste und menschlichste Staatsmodell, das es heute gibt. So wird Volkes Ohnmacht, Frust und Wut in ein echtes Miteinander verwandelt.

Armin Amann,

Schlins