Bahn fahren – Geld und Nerven sparen?

Leserbriefe / 06.09.2019 • 18:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Am 8. August fuhr ich mit der Bahn von Dornbirn nach Bregenz-Riedenburg. Ich hatte einen gültigen Fahrausweis (Monatskarte) gelöst. An diesem Tag hatte ich mein Fahrrad dabei. Bei einer Kontrolle im Zug wurde von einer sehr unfreundlichen Kontrolleurin die fehlende Fahrkarte für mein Fahrrad reklamiert. Ich wusste nicht, dass man für ein Fahrrad einen extra Fahrschein benötigt. Da aber Unwis-senheit bekanntlich nicht vor Strafe schützt, war klar, dass ich für mein Rad eine Karte nachlösen musste. Dies war aber nicht möglich, ich bekam von der ÖBB-Mitarbeiterin eine Fahrgeldnachforderung von 105 Euro plus eine Bearbeitungsgebühr von 30 Euro, d.h. ich habe 135 Euro Bußgeld für ein Fahrrad zu bezahlen! Nach Information am Schalter in Feldkirch wurde ich (ebenso unfreundlich) aufgeklärt, dass diese Fahrgeldnachforderung rechtens ist, da der Tatbestand des Nicht-Mitführens einer „Fahrberechtigung“ (für ein Fahrrad) erfüllt wäre. Meine Überlegung nun, wie oft kann ich um dieses Geld wohl mit dem Auto von Dornbirn nach Bregenz fahren? Ganz nebenbei möchte ich noch erwähnen, dass neben mir zwei Personen im Zug saßen, die einen Hund dabeihatten, für den sie keinen Fahrausweis gelöst hatten, darüber hat die Kontrolleurin kulanterweise und vor allem straffrei hinweggesehen.

Patrick Hafner, Feldkirch