Gerechte Pensions­anpassung?

Leserbriefe / 06.09.2019 • 18:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 29. August 2019.
VN-Bericht vom 29. August 2019.

Die Pensionsanpassung soll sich an der Entwicklung der Verbraucherpreise orientieren, um die Kaufkraft der Pensionisten zu erhalten. Alle Pensionen sind mit einem Faktor zu erhöhen, sodass die Anpassung der Pensionen der Erhöhung der Verbraucherpreise entspricht. Das österreichische System der Pensionsanpassung ist von einer jährlichen politischen Diskussion geprägt und wird durch einfachgesetzliche Regelungen festgelegt. Bei der Anpassung der Pensionen werden die Bruttolöhne erhöht und nicht das reale Einkommen. Es sollte aber eine möglichst aktuelle Nettoanpassung erfolgen, weil nur dadurch eine Steigerung der Kaufkraft realistisch abgebildet wird. In der Politik und Bevölkerung gibt es verschiedene Meinungen. Die einen wollen eine starke Erhöhung der unteren Pensionen zur Armutsbekämpfung und die anderen eine gleiche prozentuelle Erhöhung für alle Pensionen, die natürlich die Besserverdiener bevorzugt. Die dritte Variante wäre ein gleicher Anpassungsbetrag für alle Pensionen, dieser müsste aber eine Nettoerhöhung sein. Bei der Pensionsanpassung gilt das Sprichwort: Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann. Für 2020 hat man wieder einen Kompromiss gefunden, der eine brauchbare Lösung darstellt.

Kurt Gärtner, Wels