Kleinere Klassen – weniger Stunden

Leserbriefe / 12.09.2019 • 15:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Dritter Schultag des neuen Schuljahres 19/20. Erste Seite der VN sticht mir die größte Schlagzeile ins Auge: „Die Lehrer kommen pro Schüler sehr teuer.“ Laut OECD-Studie verdienen österreichische Lehrer nach Deutschland und der Schweiz fast doppelt so viel, wie der Durchschnitt in den OECD-Ländern. Als pensionierte Lehrerin frage ich mich natürlich, was bezweckt dieser reißerische Titel am Schulbeginn? Sind Lehrer überbezahlt? Welchen Stellenwert haben Bildung und Erziehung in unserem Land, in Österreich? Man könnte fast den Eindruck bekommen, dass hier propagandistisch, plakativ auf jene Stelle unserer österreichischen Seele gedrückt wird, wo der Neid schlummert und wieder einmal geweckt werden soll. Schade nur, dass die Inskriptionsfrist für das WS an der pädagogischen Hochschule vorbei ist. Jene jungen, ehrgeizigen, talentierten und zukunftsorientierten Leute, die auch so viel und so leichtes Geld verdienen wollen, müssen halt bis zum nächsten Termin warten. Bis dahin danke ich allen Lehrpersonen, die sich um die Bildung (Herz, Hirn und Hand) unserer zukünftigen Generation bemühen, für ihr Engagement!

Waltraud Ammann, Ludesch