Nächstenliebe und Gleichberechtigung

Leserbriefe / 12.09.2019 • 15:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Aus gegebenem Anlass: Trauerfeier, Verabschiedung und Agape. Dem Verstorbenen wurde von der Nofler Kirche sein letzter Wunsch verwehrt, nach seiner Verabschiedung ein Zusammensein unter Freunden und Familie mit Brot und Getränken am Kirchplatz zu veranstalten. Zwar ist der Verstorbene aus der Kirche ausgetreten, aber ein Nofler durch und durch, dessen Mutter seit Jahrzehnten die Kirche besucht und unterstützt. Es wurde uns die Kirche für die Verabschiedung gegen Miete zur Verfügung gestellt, aber auf dem Kirchplatz durfte am 16. 8. 2019 keine Agape abgehalten werden. Fraglich jedoch, wieso eine Pfarrer-Verabschiedung, welche äußerst opulent abgehalten wurde, kein Problem ist? Und wieso drei Wochen nach der Verabschiedung unseres Verstorbenen am Nofler Kirchplatz nach einer Beerdigung eine Agape stattfinden durfte? So viel zum Thema Nächstenliebe und/oder Gleichberechtigung. Da die Familie des Verstorbenen sehnlichst seinen Wunsch erfüllen wollte, haben wir eine Agape an einem Privatplatz in Nähe der Kirche abgehalten. Mit diesem Verweis der Nofler Kirche wird diese um einige Besucher ärmer und im Ansehen vieler deutlich sinken.

Familie Daniel Schatzmann, Nofels