Alpabzug

Leserbriefe / 15.09.2019 • 17:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Kühe und Rinder haben eine Art „innere Uhr“. Sie wissen, dass es heimwärts geht. Sie stehen oft tagelang wiederkäuend in Luckennähe und schauen Richtung Vorsäß oder Heimstall. Sie kennen auch die Vorbereitungen, die die Hirten treffen müssen, wenn es heimwärts geht. Die Brummeln, Schellen und Glocken werden angelegt und die Tiere, Hirten und Treiber mit Kränzen geschmückt.

Im Stall kommt eine Unruhe auf, bis es endlich losgeht. Die Tiere wissen auch, dass im Vorsäß oder auf dem Heimgut eine üppige Weide wartet. Auch für die Bauern ist es eine besondere Zeit. Der Heustock ist voll und im Stall kehrt wieder Leben ein. Es gibt auch einen Liedtext, der besagt, dass die „Omahdwod dia schöanste Zit vom ganza Johr ischt“. Mögen alle Hirten und Tiere gesund heimkehren. Auf den Alpen wird dann wieder der röhrende Hirsch das Gepimmerl der Rinder ablösen.

Hugo Mayer, Egg