Wahlanalyse

Leserbriefe / 01.10.2019 • 18:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

ohne Filzmeier

Ohne mich in Zahlen und Balkendiagrammen zu verlieren, möchte ich das SPÖ-Ergebnis der Nationalratswahl 2019 doch mal aus einer anderen Sicht beleuchten. Selbst wenn die SPÖ-Sprecher meinen, man hätte verschiedene Punkte aus dem Parteiprogramm mehr betonen müssen, die Kommunikation nicht die beste war, ein Doppelname der Kandidatin nicht in die Karten gespielt hat, so sind das normale Floskeln nach einer verlorenen Wahl, die ohne Bedeutung sind. Solche hören wir nach jeder Wahl, und alle versuchen, selbst ein negatives Ergebnis noch schönzureden. In Anlehnung an einen Werbeslogan hätte sich Frau Rendi-Wagner nur fragen müssen: „Wie macht das eigentlich der Kurz?“ In Sachen Eloquenz, Diplomatie und Fairness ist Sebastian Kurz der SPÖ-Vorsitzenden um Lichtjahre voraus. Was sich die Berater von Rendi-Wagner gedacht haben, diese charmante Frau nicht so zu coachen, wie es die Wähler gerne gesehen hätten, ist mir schleierhaft. Statt aus Ibiza Kapital zu schlagen, ist ihr auf einmal der Geburtsort von Kurz wichtig. Dem Wähler ist es schnurzegal, ob Kurz in Wien oder im Waldviertel aufgewachsen ist. Selbst dem SPÖ-Wähler! Dies alles zeugt nicht unbedingt von Professionalität und durchdachter Strategie. Aber die Richtung stimmt!

Tone Schneider, Egg