Zweiter Mann (Frau) für die Regierung

Leserbriefe / 01.10.2019 • 18:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

dringend gesucht

Das Wahlergebnis lässt ahnen, dass es in Vorarlberg wohl weitergehen wird wie bisher. Erfolgreiche Landesregierungen der Vergangenheit in ganz Österreich waren aber meistens dadurch gekennzeichnet, dass hinter einem populären Landeshauptmann ein harter Arbeiter gestanden hat, der den Laden zusammenhält. Da gab es in Wien den populären Bürgermeister Zilk und den überparteilich agierenden Hans Mayr als Vize, und auch in Vorarlberg gab es die Erfolgstandems Kessler/Mandl, und Purtscher/Sausgruber. Inzwischen ist in der Landesverwaltung das verloren gegangen, was Sausgruber als gesunden Menschenverstand bezeichnet hat, es fehlt jemand, der die Landesverwaltung wirksam in die Schranken weist. Der sinnvolle Letzetunnel ist zum Tunnelspinnenmonster explodiert, die Rheinsicherung mit der Aufweitung Koblach (sinnwidrig) junktimiert, und die S 18 soll 8 km lang werden, anstatt den einen Kilometer zwischen dem Ende der L 204 (Dornbirn-Lustenau) und dem Rhein zu untertunneln. Auch die Abschiebung der beiden Lehrlinge wäre bei Sausgruber nicht passiert – der Landeshauptmann hätte sie verhindern können. Was das Land nach der Wahl dringend braucht, ist eine starke, unabhängige und zu Unpopulärem bereite Persönlichkeit hinter dem Landeshauptmann.

RA Dr. Wilfried Ludwig Weh, Bregenz