Moderner Verkehr in Vorarlberg

Leserbriefe / 02.10.2019 • 18:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wie kann es sein, dass Vorarlberg trotz seiner zentralen Lage zwischen den bedeutendsten Wirtschaftszentren Europas kaum an den modernen Bahnverkehr angeschlossen ist? Wie kann es sein, dass man ab Zürich, Ulm und München entspannt in bis zu 300 km/h schnellen Zügen reist und in Vorarlberg nur wenig Interesse besteht, die Lücke dazwischen zu schließen? Bregenz liegt geografisch begünstigt zwischen den wirtschaftsstärksten Regionen im gesamten deutschsprachigen Raum, Zürich und München. Derzeit bringt das vor allem Verkehr und Abgase, das enorme Potenzial bleibt ungenutzt. Wussten Sie, dass die ICEs zwischen Zürich und Berlin ab 2020 über Bregenz/München eine Stunde schneller wären (oder sind) als wie bisher über Basel/Frankfurt? Wussten Sie, dass ab 2023 Hochgeschwindigkeitszüge Skifahrer und Touristen bequem und klimafreundlich in jeweils unter 5/4/3 Stunden von Köln/Frankfurt/Stuttgart an den Arlberg oder ins Montafon bringen könnten? Vorarlberg braucht keine milliardenteuren Hochgeschwindigkeitstrassen, wie sie derzeit überall in Österreich gebaut werden, aber Vorarlberg braucht zumindest eine durchgehend zweigleisige Verbindung zwischen Lindau und St. Margrethen – sinnvollerweise inklusive eines Pfänder-Bahntunnels. Nur so gibt es schnelle, regelmäßige (mindestens Stundentakt im Fernverkehr!) und pünktliche Verbindungen. Nur so gibt es eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts und der Tourismusdestination, mehr Klimaschutz sowie eine nachhaltige Verkehrsentlastung in der Bodenseeregion.

Mag. Thomas Hug, BA, Frankfurt/Götzis