Nicht zu stoppen

Leserbriefe / 02.10.2019 • 18:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) haben im Frühjahr beschlossen, einen „verbindlichen synodalen Weg“ ins Leben zu rufen. Seither haben einzelne Bischöfe, Kardinäle und Laien dagegen Stellung bezogen. Auch der Vatikan und, wie es vielen scheint, sogar der Papst haben Bedenken dagegen geäußert. Trotzdem haben die Bischöfe und Laien in diesem Herbst beschlossen, den „synodalen Weg“ weiter zu gehen. Er könne nicht mehr gestoppt werden. Das fand breite Zustimmung. Dazu kommt, dass andere Ortskirchen zurzeit nach Deutschland schauen und die Entwicklung genau beobachten. Mit Freude stellt der Vorsitzende des ZdK dieses internationale Interesse fest und sagt, „Der Prozess des ‚synodalen Weges‘ dient der gesamten Kirche“. Mechtild Heil von den katholischen Frauen Deutschlands, sagt: Zwar haben die einzelnen Ortsbischöfe das letzte Wort. Aber sollte der „synodale Weg“ zu entsprechenden Erneuerungsentschlüssen führen, werde es für jeden einzelnen Bischof schwer, „das nicht umzusetzen oder sich dagegenzustellen“. Trotzdem werden einzelne Bischöfe bei ihrer ablehnenden Haltung bleiben. Doch dann wird es richtig spannend. Was wird die Bischofskonferenz in diesem Falle konkret tun? In Bezug auf die Amazonien-Synode, die am 6. Oktober beginnt, sagte Bischof Kräutler: „Wir werden uns wohl zusammenraufen müssen.“

Helmut Rohner, Dornbirn