Eventzukunfts­probleme?

Leserbriefe / 04.10.2019 • 18:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Unsere Jugend ist bestrebt, von den Politikern zu verlangen, dem Klimawandel gegenzusteuern. Selbst einiges dazu beizutragen, beschränkt sich offenbar auf Klimaevents. Technik ist in, Smartphones gibt es am laufenden Band und immer neu, Urlaube ob mit Flugzeug, Kreuzfahrtschiffen u.a.m. gehören zum Alltag, denn die in unterschiedlichen Foren geposteten Mega-Orte müssen selbst besucht werden. E-Scooter, E-Autos, E-Fahrräder sind die Zukunft, auch wenn dafür in südamerikanischen Ländern zur Lithiumgewinnung das rare Grundwasser in über 2000 m Höhe verseucht wird. Wenn in Südchina die zur Akkuerzeugung auf Hochtouren laufenden Kohlekraftwerke die Luft verpesten, weil dort Umweltauflagen, wie sie bei uns schon längst üblich sind, keine Rolle zu spielen haben und der Moloch Produktivitätserhöhung äußerste Priorität hat. Wo bleibt die Realität hinsichtlich zukünftiger Entsorgung und Verwertung hochgiftiger, großer Akkumengen? Kann man sich viele teure E-Auto-Reparaturen in weiterer Zukunft überhaupt leisten, wenn in der ganzen Euphorie viele Arbeitsplätze der Autozulieferindustrie den Bach hinunterschwimmen? Wann wird es wohl teure Infrastruktur und genügend Ladestationen und dann noch ausreichend Strom für die zukünftig große E-Autoflut geben oder steuern wir da sehenden Auges in weiterer Zukunft auf einen Kollaps zu? Gibt es bei uns schon Spezialfahrzeuge zur Bergung brennender E-Autos nach Unfällen?

Kurt Höfferer, Hörbranz