Kopftuchverbot

Leserbriefe / 04.10.2019 • 18:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Gemäß einer kürzlich durchgeführten Studie der Uni Salzburg, passen Muslime für 70 Prozent der Österreicher nicht in die westliche Welt. Die islamische Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) wies dies zurück als Stimmungsmache und Instrumentalisierung und will u. a. gegen das Kopftuchverbot für Mädchen vor den Verfassungsgerichtshof ziehen. Das Verlangen, dass Kinder ein Kopftuch tragen sollen/müssen ist unsinnig und kontraproduktiv. Es gibt doch zu denken, wenn man sieht und liest, wie in islamischen Ländern Mädchen und junge Frauen sich heimlich treffen, um so ein paar Stunden – frei und ohne der von den Religionsführern geforderten Kleiderordnung – zu leben. Werden Bilder aus der Stadt Istanbul gezeigt, sieht man auf den Straßen kaum eine Frau mit einem Kopftuch. Ein profunder Kenner des Islam schrieb einmal: „Im Koran steht kein Wort vom Tragen eines Kopftuchs. Das Kopftuch ist – zumal in heißen Ländern – ein uralter Schutz gegen die Sonne. Unerfreulich an der Diskussion um das Kopftuch, das keinerlei religiöse Funktion hat, ist der Umstand, dass das Kopftuch zu einem politischen Symbol umfunktioniert worden ist. Ein harmloses Stück Stoff erzeugt unnötigen Sprengstoff und stört den sozialen Frieden.“

Paul Dressel, Nüziders