Nächstenliebe nur gemeinsam lebbar

Leserbriefe / 04.10.2019 • 18:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Agapen nach Verabschiedungsfeiern sind eine neue Form des traditionellen Trauermahls und werden bei uns selten abgehalten. In christlichem Sinn bedeutet eine Agape eine Erweiterung der Eucharistie, die durch das Teilen von Brot und Wein mit der Gemeinschaft nochmals die Liebe Gottes zu den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Eine Agape unterscheidet sich sowohl inhaltlich als auch den zeitlichen Rahmen betreffend grundlegend von einem Fest, das anlässlich eines Patroziniums oder Abschiedsfestes für einen Pfarrer gefeiert wird. Wir stellen unsere Kirche und unseren Kirchplatz allen trauernden Angehörigen zur Verfügung, weisen aber darauf hin, dass es sich hier nicht um einen öffentlichen Raum handelt. Wir unterscheiden nicht nach Religionsbekenntnis – unsere Seelsorger verabschieden auch Ausgetretene –, was von vielen Angehörigen gewünscht und sehr geschätzt wird. Wenn aber Verabschiedungen von Ausgetretenen durch BestatterInnen, Gruppen oder Vereine durchgeführt werden, die nicht mit uns kommunizieren, geht das Ereignis sozusagen an uns vorbei. So passierten auch schon Dinge auf unserem Kirchplatz, die wir als Pfarre nicht tolerieren wollen. Wir möchten den Trauergästen das Zusammensein nach einer Verabschiedung gerne ermöglichen, aber wir ersuchen die Betroffenen, uns bei besonderen Gestaltungswünschen zu kontaktieren, damit wir im Gespräch eine Lösung finden.

Pfarrservice Team der Pfarre Nofels, Feldkirch-Nofels