Wer haftet?

Leserbriefe / 06.10.2019 • 19:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zu den Leserbriefen zum Ausbau von 5G (5. Generation des Mobilfunknetzes) hätte ich ein paar Fragen an die Politik, unsere gewählten Volksvertreter, die Mobilfunkbetreiber und natürlich an alle betroffenen Bürger: Über 200 namhafte Ärzte und Wissenschaftler warnen in vorgelegten Studien eindringlich vor der Gefahr. Sie berichten von zu erwartenden gesundheitlichen Folgen wie vermehrt auftretenden Fällen von Krebs, genetischen Störungen, Schädigungen der Zellmembran usw. Nicht wiedergutzumachende Schäden an Menschen, Tieren und Umwelt sind zu befürchten. Was machen wir, wenn wir in zehn bis 20 Jahren feststellen, dass diese Ärzte und Wissenschaftler recht hatten? Wer kann für diese jetzt schon prognostizierten Schäden dann noch haftbar gemacht werden, wenn die größten bekannten Versicherungen diese Risiken nicht abdecken wollen/können? Die Erhöhung von 4G auf 5G bedeutet einen Quantensprung der Belastung. Wer kann beweisen, dass uns diese Technologie, die uns eine bis zu 100-fache Strahlung (zusätzlich zu 3G und 4G, die ja erhalten bleiben) bescheren wird, nicht schädlich ist?

Wäre es nicht die Pflicht der verantwortlichen Politiker, sich umfassend zu informieren und sich keinesfalls nur auf Studien, die von der Mobilfunkindustrie in Auftrag gegeben wurden, zu verlassen? Ist es nicht die dringlichste Aufgabe der politischen Vertreter, mögliche Schäden von den Bürgern fernzuhalten?

Leo Simma, Lauterach