Recht auf Widerstand?

Leserbriefe / 07.10.2019 • 20:07 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Am 30.9.19 hat Harald Walser in seinem VN-Kommentar „Recht auf Widerstand“ an drei Beispielen dargelegt, dass Widerstand berechtigt ist, wenn Unrecht geschieht, ausdrücklich nur dann: „Wenn Volksvertretung und Regierung elementare Maßnahmen nicht setzen.“ Herr Gerald Grahammer reagiert in seinem Leserbrief vom 4. 10. in heftiger Weise – zwar fragend, aber doch unterstellend – ob Harald Walser es als legitim erachte, „Autos anzuzünden, wenn es gegen den Kapitalismus gehe.“ Weiters behauptet Herr Grahammer, Harald Walser „fordert die Justiz auf, bei ‚notwendigen Delikten‘ rein politische Urteile zu fällen.“ Solche Vorhaltungen sind aus dem Text Wal­sers nicht zu begründen, sondern im Kommentar Walsers sind eindeutig Überlegungen ausgeführt, wie gewaltfreier Widerstand manchmal notwendig und rechtens ist, um Unrecht zu überwinden. Die Geschichte bietet zahlreiche Beispiele – etwa Mahatma Gandhi, Martin Luther King – wo berechtigter Widerstand ein Unrecht zu überwinden vermochte.

Alois Schwienbacher, Altach