Gendersegen

Leserbriefe / 08.10.2019 • 20:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

oder -fluch?

Es wäre ja schon zum Lachen, wenn offiziell von „Besucherinnen und Besuchern“, „Hörerinnen und Hörer“, „Bürgerinnen und Bürger“, „Schülerinnen und Schüler“ usw. geredet wird, wenn’s nicht so lästig wäre. Meines Erachtens werden Frauen mit nichts mehr diskriminiert, als wenn sie ständig darauf hingewiesen werden, dass es sie auch gibt! Was, außer der Zerstörung der gesellschaftlichen Säulen, die unsere Frauen, Mütter, Omis und Tanten in den Familien darstellen, haben fundamentale Gesinnungsegoisten im Sinn? Es gibt in Wirklichkeit eh keine politische Denkrichtung, die das Familienbild für sich vereinnahmen kann. Weil alle verstehen, dass unsere demokratische, fortschrittliche Gesellschaft davon abhängig ist, wie sich unsere Kinder entwickeln. Unsere Frauen (mit 2 Jahren Karenz fürs Kind), Mütter, Omis und Tanten in den jeweiligen Familienverbänden sind nämlich der Garant dafür! Und nicht Tagesbetreuungsstätten für Kinder ab dem ersten Lebensjahr! Wenn wir schon dabei sind: Vielleicht ließe sich die vielbeschworene Vereinbarkeit von Beruf und Familie ja damit verbessern: Der Durchrechnungszeitraum für die Bemessung der Pension könnte um fünf Jahre pro Kind reduziert werden.

Ob diese „Bonusjahre“ am Beginn oder Ende des Erwerbslebens abgezogen werden, ist von der Gehaltskurve abhängig. Jedenfalls könnte ein solch einfaches Modell nicht nur zu mehr Pensionsgerechtigkeit führen, der gesellschaftliche Wert wäre unermesslich!

Norbert Gugganig, Dornbirn