Die RAF hatte sie lieb

Leserbriefe / 11.10.2019 • 17:57 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Zum VN-Interview mit Bettina Röhl vom 11. 10. 2019:

Aus dem Interview geht sehr deutlich hervor, wie schwer und möglicherweise auch wie traumatisierend die Kindheit von Frau Röhl war, jedoch sollten ihre Aussagen zur 68er-Bewegung und zu kulturellen Entwicklungen möglichst unabhängig davon sein und wirklich angemessen und sachlich bleiben. Ihre Auffassungen hingegen sind so deutlich von diesen kindlichen Erfahrungen geprägt, dass man ihr nur wünschen kann, manches noch einmal gründlich zu bearbeiten. Wir müssen in der heutigen Zeit die kulturellen und politischen Meinungen Einzelner immer mehr vor dem Hintergrund ihrer erlebten Schreckenserfahrungen sehen, und diese Ansichten dann auch relativieren.

Wolfram Kölling, Hörbranz