Abzocke Stadtbus

Leserbriefe / 14.10.2019 • 18:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Meine Tochter und ich fuhren am 10. Oktober mit dem Stadtbus ab Haltestelle Kirche Nofels bis Bangs. An dieser Haltestelle begegneten wir einer betagten Dame mit Gehstock. Gerne halfen wir ihr beim Einsteigen und begleiteten sie im Bus auf einen Sitzplatz. Als der Bus sofort losfuhr, setzten sich meine Tochter mit ihrem drei Monate alten Sohn im Wickeltuch am Körper und ich kurz auf die Bank, um nicht zu stürzen. Ich war im Besitz einer Tageskarte, meine Tochter hatte zuvor eine Einzelfahrt gelöst, da sie zunächst den Rückweg zu Fuß gehen wollte. Sie war aber im Begriff, einen neuen Fahrschein zu lösen, was ihr nicht mehr erlaubt wurde. Denn im selben Moment forderte uns bereits eine Fahrscheinkontrolleurin auf, unsere Tickets zu zeigen. Unser Argument, dass wir zunächst der alten Dame behilflich waren, ließ die Kontrolleurin nicht gelten. Stattdessen verlangte sie von meiner Tochter umgehend eine Strafzahlung von 90 Euro!

Hilfsbereitschaft ist nicht mehr gefragt bzw. erlaubt und kein Argument für ein verzögertes Lösen eines Fahrscheins. Die betagte Dame bot an, die Strafzahlung zu übernehmen, was wir natürlich nicht angenommen haben. Hüten Sie sich vor zu viel Hilfsbereitschaft in Öffis, wenn sie noch kein Ticket haben!

Kornelia Wehinger,

Bangs