Jeder Mensch

Leserbriefe / 14.10.2019 • 18:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

braucht Spiritualität

Zum VN-Bericht „Treue Freundschaft“, Interview mit Cesare Zucconi, vom 12. 10. 2019:

„Die Zukunft der Kirche“ sieht C. Zucconi darin, „dass sie die Türen öffnet und hinausgeht zu den Menschen“. Wenn mit Kirche hier vor allem die Geistlichen gemeint sein sollten, dann ergänze ich: Die Kirche und im Grunde jeder Mensch muss vor dem „Hinausgehen“ zuerst „Hineingehen“, nämlich ins Spirituelle. Denn es geht nicht um die Zukunft der Kirche. Es geht darum, dass die Menschen spirituell werden und das heißt auch: dankbar. Aber nicht, weil es sich so gehört, sondern dankbar, weil man das insgesamt Großartige und Wunderbare des Lebens – mit allen Problemen und Freuden, mit Sterben und Tod – sehen lernt. Wo der Mensch nicht spirituell ist, verfällt er den Aufgeregtheiten der Welt und der Politik und der Medien, wird entweder zum zornigen Fanatiker oder zum gleichgültigen Konsum-Menschen. Auf die Frage, wofür er besonders dankbar sei, hat Michael Köhlmeier mit der Frage geantwortet: „Dankbar wem? Dem lieben Gott? Ja, dem bin ich dankbar, dankbar dafür, dass er es so eingerichtet hat, dass ich vor 40 Jahren meiner Frau begegnet bin.“ Das meine ich mit Spiritualität oder – wenn man so will – mit Bildung.

Pfr. Peter Mathei, Alberschwende