S 18 und kein Ende

Leserbriefe / 15.10.2019 • 17:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Autos, Busse und Lastkraftwagen wälzen sich täglich zäh im Stop-and-Go durch Lustenau. Grenzgänger und Ortskundige fahren auf Schleichwegen (reine Wohnstraßen) oft deutlich mehr als die erlaubten km/h und doch schneller als im Stau durch Lustenau. Die ­
S 18, seit wie viel Jahren ein Thema, 30 Jahre oder noch mehr? Touristen („stauen“) fahren durch Lochau/Bregenz nach Höchst, um in die Schweiz zu kommen, andere verstopfen den Kreisverkehr Hohen-ems für das gleiche Ziel.

Ich bin der Überzeugung, selbst die Bärenkreuzung in Feldkirch wäre durch die S 18 entlastet. Wie viel CO2 hätten wir eingespart, wenn wir diese Trasse vor 30 Jahren eröffnet hätten? 30 Jahre täglich stundenlange Stauvermeidung im ganzen Rheintal, von Feldkirch bis Bregenz. Wie viel Geld hätten wir eingespart, für Planung, Umplanung, Studien, Gegenstudien, Sitzungen, Verhandlungen und schlussendlich Baukosten? Wer spricht über die Gesundheit der Kinder und betroffenen Anrainer der Straßen, die ein halbes Leben lang in den Stauabgasen leben, die vermeidbar gewesen wären? Selbst der „Zaunkönig“ und der „Rohrpfeifer“ hätten sich schon an die Straße gewöhnt, die so vielen Menschen das Leben lebenswerter machen könnte. Und ich bin überzeugt, dass nicht einer ein Auto nicht gekauft hat, weil es auf Ländle-Straßen staut. Wo liegt also der Vorteil von den Verweigerern, den Straßenverkehr im Ländle weiterhin zu stauen?

Ferdinand Scheidbach,

Rankweil