Klimaschutz

Leserbriefe / 04.11.2019 • 18:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

durch jedermann

Den kürzlichen Aufruf in zwei Leserbriefen, an der Verminderung der Klimaerwärmung aktiv mitzuwirken, wonach die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen um 10 km/h reduziert werden soll, finde ich wohlüberlegt. Dies führt nämlich zu einer nicht unbedeutenden Kraftstoffersparnis. Ein mehrmals durchgeführter Eigentest an meinem Pkw zeigte einen Minderverbrauch von 12 Prozent bei einer Reduktion von 130 auf 120 km/h (Diesel-2-l-Motor, Abgasnorm EU6, 150 PS).

Die Schweiz soll uns hier ein bewährtes Vorbild sein. Da Staatsmühlen langsam mahlen, kann ab sofort jeder in Eigenverantwortung Sprit sparen und die Umwelt schützen. So eine Entschleunigung bringt gleichzeitig weitere Vorteile, z. B. mehr Verkehrssicherheit und weniger Stress. Es wäre auch ein Beitrag zur Erreichung des sogenannten Paris-Zieles, nämlich unter der 2-prozentigen globalen Erwärmungsgrenze bis 2030 zu bleiben. Im Zuge der Diskussion in Österreich, vorerst bei Teststrecken das Tempolimit sogar auf irrsinnige 140 km/h zu erhöhen, wurde von der TU Graz eine detaillierte Studie erstellt hinsichtlich der zu erwartenden zusätzlichen Umweltbelastungen. Das Ausmaß ist erschütternd. Die Zusatzbelastung beträgt insgesamt 21 Prozent. Das Treibhausgas CO2 allein wird um 12 Prozent erhöht. Man findet die Ergebnisse auf der entsprechenden Internetseite. Die Situation zwischen 120 und 130 – wie im obgenannten Absatz – wird in etwa dieselbe sein.

Walter Weider, Bregenz