Ist genug nicht genug?

Leserbriefe / 05.11.2019 • 18:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Meine Hochachtung für den Bassigger Bauernbub Franz Josef Rauch, der später in Rankweil den Grundstein für eine der heute bedeutendsten Firmen unseres Landes legte! Und als ich vor Jahren in Sri Lanka einen Herrn traf, der sich als Generalimporteur von Red Bull vorstellte, erzählte ich ihm voller Stolz, dass dieses Getränk ganz in meiner Nähe abgefüllt wird. Ja, ich bin stolz auf die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes und ich weiß um deren Bedeutung für unseren Wohlstand. Meines Erachtens gründet dieser auf der Innovation und Flexibilität der Klein-, Mittel- und Familienbetriebe. Nichts Gutes verheißt es aber, wenn große Firmen nie genug kriegen, zu Konzernen ausufern und mit den Druckmitteln Steuern und Arbeitsplätze die Politik beherrschen. Aktuelles Beispiel: der Kampf um Boden u.a. in Ludesch. Den wirtschaftlich Denkenden sei gesagt: Auch Landwirtschaft ist Wirtschaft! Bringt zwar nicht so viel Steuereinnahmen wie Industrie, ist aber der Garant für natürliche Umwelt und gesunde Lebensmittel. Gesunde Betriebe müssen nicht zwangsweise größer und noch größer werden. In Zeiten in denen Firmen zusperren, weil sie keine Mitarbeiter finden, zählt das Argument Arbeitsplätze nicht mehr. Und eines ist sicher: auch wenn ihre Betriebe nicht weiter expandieren, muss weder ein Herr Mateschitz noch ein Mitglied der Rauch-Familie am Hungertuch nagen.

Herbert Dünser, Schnifis