Wie viele Red Bull-Dosen bRAUCHt die Welt?

Leserbriefe / 08.11.2019 • 17:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Eine kleine Bürgerinitiative hat geschafft, wozu die Verantwortlichen nicht gewillt waren, nämlich zu informieren. Die Volksabstimmung ist ebenso ein Verdienst der Initiative.

Bürgermeister und Land haben sich von Anfang an auf die Seite des Milliardenunternehmens gestellt und sich in eine Situation manövriert, die Streit und Zwietracht in die Gemeinde bringt. Doch wenn Rauch anklopft, sind den schwarzen Politikern die Regeln der Landesgrünzone relativ. Die Projektbetreiber haben in den letzten Wochen gemerkt, dass es keine gemähte Wiese ist. Deshalb wird mit großem Aufwand mobilisiert, mehrere Rauch-Mitarbeiter für Info-Tätigkeiten abgestellt. Mit Werbe- und Consultingbüros, mit Flugblättern, Inseraten, geselligen Sportvereine-Treffen und mit Telefonmarketing wird Stimmung gemacht. Worum geht es? Rauch kann an diesem Standort gratis hervorragendes Trinkwasser für seine Bedürfnisse entnehmen und der Milliardengewinn von Mateschitz und Rauch soll massiv gesteigert werden.

Die Brosamen, die für die Gemeinde dabei abfallen – im Vergleich zum Milliardengewinn, der mit dem zuckerhaltigen Getränk lukriert wird – sind lächerlich. Damit kann man den Zaun um einen Garten, aber sicher keinen Kindergarten bauen. Die Fa. Rauch geht den für sie billigsten Weg. Versiegeln und Verbauen von Grundflächen sind kein Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise!

Gerhard Pušnik, Ludesch