Verkehrslösung ohne Klimaschutz?

Leserbriefe / 10.11.2019 • 17:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Euphorie über den Beginn des Stadttunnelbaus hält sich bei den betroffenen Anwohnern in Grenzen. Dieses sündteure Mammutprojekt löst das jetzige Verkehrsproblem nicht, denn bis zur Fertigstellung werden die unerträglichen Verkehrsverhältnisse auf den Straßen zwischen Autobahnabfahrt Feldkirch Süd und Nord, durch das Stadtzentrum sowie auf den Ausweichrouten dieselben sein. Wir Anrainer wollen eine kurzfristige Lösung anstelle schön formulierter Versprechungen. Ein Regionaltram könnte im Viertelstundentakt morgens und spätnachmittags auf den bestehenden Bahngleisen vom Walgau und vom oberen Rheintal für Pendler nach FL und CH in Kürze den Betrieb aufnehmen. Zudem ist das Lkw-Transitproblem gemeinsam mit FL und CH zu lösen. Der Lösungsansatz von Vorarlberger Politikern, frühere Abfertigungszeiten von Liechtenstein einzufordern, ist der falsche Weg. Dies führt zu noch mehr Lkw-Verkehr. Es muss rasch eine Autobahnverbindung im mittleren Rheintal zwischen den beiden Autobahnen geschaffen werden, wie es die Schweizer Rheintalgemeinden ebenfalls anstreben. Bei diesem neuen Grenzübergang ist ein leistungsfähiges Zollamt einzurichten. Verzollungen an der Grenze Tisis/Schaanwald sind nur noch für den Ziel- und Quellverkehr möglich.

Wir erwarten, dass in Vorarlberg im Sinne der Klima- und Energiestrategie #mission 2030 des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus gehandelt wird. Diese Strategie beauftragt die Bundesländer explizit, den Kfz-Verkehr auf den öffentlichen schienengebundenen Verkehr zu verlagern.

Angelika Egel, MAS (FH SG), Feldkirch