Österreichs
Klima­ziele?

Leserbriefe / 17.11.2019 • 18:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ein Betrieb will noch mehr und mit 99 Prozent Zuckerwasser aus dem Walgau und ein bisschen Extrakt die ganze Welt erobern. Das in mundgerechter Metalldose vermarktete Produkt ohne öffentlich publizierte Ökobilanzprüfung als Erfolg gegenüber der Politverwaltung und Gesellschaft zu generieren, ist eine Meisterleistung geschäftlicher Bewusstseinsstrategie. Es widerspricht jedoch globalernklimaneutralen Denkansätzen der regionalen Versorgung mit Trinkbarem für Menschen. So untergräbt es massiv Österreichs international eingegangene Verpflichtung zur Reduzierung von Umweltbelastungen als Verursacher des Produkts auch über die Grenzen bis zum Verbrauch. Dies rückwirkend zum Stand der letzten Jahrtausendwende. Die vorgesehene Erweiterung dieser Masse der mit nicht ausreichender Ökobilanz verwendeten Dreischluckdosen bis zum Verbrauch erzeugt somit noch mehr Verschmutzung der Atmosphäre für ein nicht lebenswichtiges Getränk. Da Österreichs Politiker zu viele andere Sorgen haben und für ihr Tun in der jetzigen Gesamtheit als Verantwortliche für Schäden am Gemeinwohl und verpflichtete Strafzahlungen (vielleicht in Millionenhöhe) nicht zur Verfügung stehen, sind die Auswirkungen auch zum Schutz der Steuerzahler nach dem Pariser Klimaabkommen vorab zu überprüfen und zu veröffentlichen. Auch von den Betreibern sind vorausschauende Garantien mit grundbücherlicher Sicherheit für alle zukünftigen öffentlichen Schäden und Strafen einzugehen und zu garantieren.

Alwin Rohner, Lauterach