Klimaschutz ade?

Leserbriefe / 21.11.2019 • 17:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Seit 20 Monaten erreichen uns beinah wöchentlich Meldungen über Unwetter, Temperaturrekorde, Dürre und Waldbrände. Die Wetterstationen der Nordhalbkugel haben heuer bereits weit mehr als 400 Rekorde verzeichnet! Damit im Zusammenhang stehen Plagen wie massenhaftes Auftreten von Mäusen, Borkenkäfern, Algen und Quallen, Zerfall von Korallenriffen, Gletschersterben und und und. Das Klima hat sich also längst verändert – weit bevor wir die magische 1,5-Grad-Marke erreicht haben, und zumindest zwei sogenannte Kippelemente sind bereits aus dem Gleichgewicht: der Jetstream und der Golfstrom sind nachweislich schwächer geworden – und gerade sie sind die wesentlichen Gestalter unseres so herrlich gemäßigten Klimas in Europa! Doch all dies ist, dessen sind sich alle Experten sicher, erst der Anfang der Not, sozusagen ein Vorgeschmack des Kommenden. Was also ist zu tun? Wir müssen sofort das Steuer herumreißen, das Ruder umlegen und die Verantwortlichen zum Handeln zwingen. Nein, es ist noch nicht zu spät, es lohnt, um jedes Zehntelgrad zu kämpfen – aber es ist tatsächlich und unzweifelbar fünf vor zwölf.

Mag. Markus Hämmerle, Lustenau