Rhesi und ein
Speicherteich

Leserbriefe / 22.11.2019 • 18:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Beim geplanten Speicherteich im Montafon steht kein Baum im Weg, welcher gerodet werden müsste. Das Landschaftsbild „verschlechtert“ sich nicht. Viele Arbeitsplätze hängen mit dem Skigebiet zusammen, und um auf dem Markt bestehen zu können, braucht es beschneite Pisten. Warum sind die Grünen und Naturschützer dagegen?

In Koblach würden bei der geplanten Dammabrückung tausende Bäume gerodet werden (20 ha Wald!), der Ehbach würde zugeschüttet werden, zwei Wasserfälle kämen weg, zwei bestehende (gerade sanierte!) Dämme würden abgetragen werden. Viele Tausende Lkw-Fahrten fallen da an. Und das in einer e5-Gemeinde. Wo ist da der Klimaschutz und der Aufschrei und Widerstand der vermeintlichen und immer so sehr besorgten grünen Klimaschützer, wenn eine bestehende Ökologie sinnlos vernichtet und in eine Kieslandschaft verwandelt wird, deren Nachsorge nach jedem Hochwasser sehr infrage zu stellen ist? Immer wieder macht man Projekte, bei denen Bäume gepflanzt werden, Hausdächer werden begrünt. In Koblach wird sinnlos abgeholzt, um eine breite Kieslandschaft zu schaffen. Auch ohne eine Dammabrückung in Koblach kann ein Rhesi verwirklicht werden – und das viel billiger und noch schneller. Ein gut funktionierendes Beispiel gibt es beim Rhein in Felsberg bei Chur, bei dem auch danach keine Erhaltungskosten anfallen.

Werner Perfler, Koblach