„Alternative Fakten“ zur PFZ-Schließung

Leserbriefe / 24.11.2019 • 17:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Aus der Umgebung des US-Präsidenten Trump stammt der Begriff „Alternative Fakten“: Wenn die Realität nicht ausreicht, um teils haarsträubende Entscheidungen zu begründen, präsentiert man selbst geschneiderte Daten, zwar logisch nicht nachvollziehbar, aber nach Belieben interpretierbar. Zur Begründung der Ablehnung des seit 2017 vorliegenden Projektes eines gemeinsamen Neubaus von PFZ und VS Altenstadt sind Bildungsdirektion und Stadt Feldkirch, letztere vertreten durch einen noch nicht durch Wahl legitimierten Bürgermeister sowie eine Vizebürgermeisterin im ersten Lehrjahr, nunmehr offenbar auf alternative Fakten angewiesen.Auf die Frage, warum das SPZ Hohenems nicht das gleiche Schicksal wie das PFZ traf, obwohl konzeptionell durchaus vergleichbar, heißt es vom Bereichsleiter Sonderpädagogik Bildungsdirektion zunächst nachvollziehbar, die Entfernungen zu den alternativen Sonderschulen in Götzis und Dornbirn, 5 bzw. 10 Kilometer, seien für die berührten Kinder unzumutbar. Und weiter: die als Alternative zum PFZ vorgesehene ASO Rankweil sei nur 2,5 Kilometer entfernt, also zumutbar (zum Verständnis: allerdings muss man dazu zunächst zur VS Altenstadt fahren!). Tatsächlich liegen Rankweil und Jupident mindestens 6 bzw. 11 km vom jetzigen PFZ entfernt, also ebenfalls nicht zumutbar.

Oder? Für den Kalender: In den USA wie auch in Feldkirch wird im nächsten Jahr gewählt. Es gibt Alternativen!

Mag. Horst Becker, Feldkirch