Warum ich in die
Ambulanz gehe

Leserbriefe / 25.11.2019 • 21:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vor Wochen stürzte ich und stützte mich mit der Hand auf. Als der Schmerz in der gestauchten Hand nicht verging, ging ich am Wochenende in die Ambulanz des Krankenhauses. Warum? Beim Hausarzt warte ich in der Regel ein bis zwei Stunden, und wenn ich drankomme, dann wird er mir sagen, dass man röntgen müsse. Also bekomme ich eine Überweisung zum Röntgen. Nach diesem Termin wieder retour zum Hausarzt, warten, und er wird dann möglicherweise feststellen, dass eine Behandlung erforderlich ist, die er nicht durchführen kann.

Liebe Verantwortliche, ich habe einen Arbeitsplatz, bei dem es auffällt, wenn ich nicht da bin. Kolleg(inn)en müssen einspringen, der wirtschaftliche Schaden ist weitaus größer und bedeutet sicher fünf bis acht Stunden Abwesenheit. In der Ambulanz kann ich dies aufs Wochenende und auf zwei Stunden minimieren. Dort wird geröntgt werden und gegebenenfalls behandelt. Ich verstehe, dass es nervig ist, wenn jemand nach einem Sturz vor Wochen am Samstag in der Ambulanz sitzt. Dennoch ist es aus meiner Sicht wesentlich wirtschaftlicher und effizienter als der Weg zum Hausarzt. Vielleicht lasst ihr das einfließen in eure Bemühungen, die Menschen von der Ambulanz wegzubekommen.

Daniel Berger, Feldkirch