Schwarzköpfle-

Leserbriefe / 28.11.2019 • 18:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Speicher – kein Ende!

Vorab möchte ich mich ganz besonders bei Frau Dr. Lins, Herrn Ströhle, Frau Breiner und auch Frau Schopf für ihre Unnachgiebigkeit, diesem Projekt entgegenzutreten, bedanken. Wer das Projekt in seinen Auswirkungen und Dimensionen wirklich verstanden hat und sich die Verhandlungsniederschrift mit 53 Seiten und den Bewilligungsbescheid mit 135 Seiten samt Projektplänen wirklich angesehen hat, muss diesen Schandfleck in der Bergregion Schwarzköpfle kategorisch ablehnen. Die Liste der Auflagen im Bescheid ist fern von jeder Realisierbarkeit. Ganz bewusst werden am laufenden Band geschönte Bilder gezeigt, um die wahre Schönheit dieses Hochmoores zu überdecken. Von einem Speichersee kann nicht die Rede sein, denn die winzigen beiden Gerinne, die nicht einmal einen Namen haben, bringen nur so viel Wasser, dass das Hochmoor sich in Hunderten Jahren bilden konnte. Darüber soll nun mit Gewalt dieser Wasserspeicher gestülpt werden und klebt wie eine überdimensionale Geschwulst am Berghang. Der überwiegende Teil des Wassers muss also hochgepumpt werden, was die Absurdität dieses Frevels unterstreicht. Ebenso könnte man in der Nähe der Piste einen unterirdischen Großtank als Pufferbehälter platzieren und würde sich auch die Verdunstungsverluste ersparen. Die angebotenen „Abstriche“ an der Dimension des Projekts, um die Sache durchzupeitschen, lassen den Unverstand der Beteiligten klar erkennen.

Ing. Gerhard Miltner, Bregenz