Lebensstil überdenken

Leserbriefe / 01.12.2019 • 18:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Im Bewusstsein vieler Menschen ist Wohlstand mit materiellem Besitz fix verbunden. Um uns diesen materiellen Wohlstand leisten zu können, benötigen wir Arbeit, und diese stellt uns die Wirtschaft zur Verfügung. Für viele Menschen ist ein Leben ohne Betriebe nicht vorstellbar. Ich höre aber immer „So kann es nicht weitergehen“. Einige wenige werden immer reicher, der Durchschnittsbürger kann sich keine Wohnung mehr leisten, und unsere Natur wird immer mehr ausgebeutet. Wir leben seit einiger Zeit in einer neuen Zeitqualität und das ICH wird immer mehr durch WIR ersetzt. Es geht nicht mehr darum, dass wir auf Kosten anderer und unserer Natur unseren Wohlstand aufbauen, sondern dass wir gemeinsam einen Weg finden, bei dem Menschen und Tiere im Einklang mit der Natur glücklich werden. Immer mehr Menschen spüren den inneren Drang, sich für das Wohl der Tiere und der Natur einzusetzen. Wir müssen unser Konsumverhalten ändern und genau überlegen, welche Vor- und Nachteile uns die Konsumgüter bringen. Es ist zweifellos angenehm, wenn alle und alles miteinander verbunden ist oder wenn uns viel Arbeit abgenommen oder erleichtert wird. Wir verlieren aber immer mehr unsere Freiheit, sind vollkommen überwacht und sind Sklaven der Industrie. Nachhaltiges Glück finden wir nicht im Materiellen.

Paul Sandholzer, Altach