Sonderschule?

Leserbriefe / 01.12.2019 • 18:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Kommentar von Harald Walser vom 25. 11. 2019:

Die Diskussion über die drohende Schließung des PFZ schlägt hohe Wellen, da glaubt ein überlebender Vertreter der alten Gesamtschule-Ideologie, auch noch einen polemischen Kommentar loswerden zu müssen. Walser greift den Dingen vor, indem er falsch und abwertend von der „beschlossenen Schließung“ der „Sonderschule Feldkirch“ spricht und zeigt gleichzeitig, dass er von der Qualität der am Pädagogischen Förderzentrum geleisteten Arbeit nicht den geringsten Schimmer hat. Phrasenhaft zitiert und fordert er den vom Verein Integration Vlbg. leichtfertig verlangten „Mut zur Integration“. Willkürlich zitiert er aus der UN-Behindertenrechtskonvention und leitet daraus fälschlich ab, es dürfe überhaupt keine „Sonderschulen“ mehr geben, wobei er den förderungsbedürftigen Kindern bzw. ihren Eltern den von der BRK garantierten Anspruch auf aktive Beteiligung an Entscheidungsprozessen, die sie selbst betreffen, und das Recht Österreichs auf Anwendung von abweichenden Bestimmungen, die zur Verwirklichung der Rechte behinderter Menschen besser geeignet sind, verweigert. Seine einfältige Forderung an Landesrätin Dr. Schöbi-Fink, eine der Autorinnen des von der Feldkircher Stadtvertretung 2017 einstimmig beschlossenen vorbildlichen inklusiven Konzeptes eines gemeinsamen PFZ/VS-Neubaus in Altenstadt, sich ein Beispiel an Reutte und Südtirol zu nehmen und sich quasi das Merkel-Motto „Wir schaffen das“ zu eigen zu machen, ist abwegig. Si tacuisses …

Mag. Horst Becker, Feldkirch