Umsetzung

Leserbriefe / 02.12.2019 • 21:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Was nützen die schönsten Versprechungen der Politiker zur Überwindung der Klimakrise, wenn sie in der Praxis nicht umgesetzt werden? Ebenso ist es mit der Amazonassynode. Was nützt das Abschlusspapier mit vielen Vorschlägen und die nachträgliche, angeblich für alle Katholiken verbindliche „Auswertung“ des Papstes, wenn die Umsetzung nicht sofort anläuft und später weitergeführt wird? Deswegen ist der nachsynodale Rat so wichtig. 13 Mitglieder dieses Rates wählten die 280 Teilnehmer der Versammlung selbst aus ihrer Mitte. Unter ihnen sind drei starke „Motoren“ der Veränderung: die Kardinäle Claudio Hummes und Pedro Barreto sowie der unermüdliche Bischof Erwin Kräutler. Sehr erfreulich, dass der Papst den Rat noch mit drei Angehörigen aus verschiedenen Indigenen-Völkern ergänzt hat. Es sind dies zwei Frauen und ein Mann, die alle als Berater/innen an der Synode teilnahmen. Laura Pereira Manso arbeitet beim Volk der Karipuna im Westen Brasiliens. Patricia Gualinga setzt sich für Menschenrechte und Umweltschutz in Ecuador ein. Mit ihnen vertrat Delio Siticonatzi Camaiteri vom Volk der Ashaninca in Peru auf der Bischofsversammlung die Sichtweisen und die Interessen der Indigenen. Auf der ganzen Welt hoffen viele, dass diese Synode nicht nur die Erneuerung der kirchlichen Arbeit in Amazonien, sondern auch die der Gesamtkirche vorantreibt.

Pfr. Helmut Rohner, Dornbirn