Wortgottesdienste

Leserbriefe / 02.12.2019 • 21:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wegen des Priestermangels müssen als Ersatz für die Eucharistiefeier (übliche Messe mit Priester), immer mehr Wortgottesdienste abgehalten werden. Grundsätzlich heißt es: „Wenn zwei oder mehrere Menschen im Glauben zusammen sind, ist Gott unter ihnen.“ Somit ist so ein Wortgottesdienst ein guter Ersatz für eine Hl. Messe. Obwohl die Gestaltung durch Laien und Diakone sehr gut ist, lässt der Besuch zu wünschen übrig. Einer der Gründe könnte auch sein, dass in Vorarlberg zu den Wortgottesdiensten keine Kommunion ausgegeben wird. In Tirol (mein Neffe ist dort Diakon und ich bin oft bei seinen Wortgottesdiensten dabei) wird überall bei den Wortgottesdiensten die Kommunion ausgegeben. Bischof Stecher hat dies vor vielen Jahren so angeordnet. Ich selbst bin Lektor und habe schon öfter mit Priestern über diese Situation diskutiert. In Vorarlberg ist man der Ansicht, dass Kommunion nur nach einer Eucharistiefeier, also nur geweihte Hostien ausgegeben werden dürfen. Die im Tabernakel im Kelch befindlichen Hostien sind doch auch immer geweiht! In Bregenz war ich auf einer Beerdigung, wo ein Diakon die Kommunion ausgegeben hat. Er meinte, er spreche es mit der Trauerfamilie ab. Hervorragende Idee und Gratulation. Warum muss man Vorarlberg wieder einmal anders tun als in Tirol?

Oskar Piffer, Dornbirn