EU-Notstand

Leserbriefe / 04.12.2019 • 19:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Vegetationsperiode hat sich in England seit 1950 um durchschnittlich eine Woche verkürzt, die Sahara breitet sich nach Süden aus, und eine sechs Jahre andauernde Dürre in der Sahelzone wurde nur heuer durch einen Regenguss unterbrochen. In den USA fielen die Maiskolben von den Stauden, ausgelöst durch sintflutartigen Regen im Frühjahr und eine sommerliche Hitzewelle, während in Bangladesch mehrere Fluten die Ernte vernichteten und eine Dürre große Teile von Indien heimsuchte. Eine Steilvorlage für Klimahysteriker, allerdings stammt der Textauszug aus der „Chicago Tribune“ 1975. Weiter heißt es dort: Klimatologen sehen dies als Klimaveränderung und mögliche Vorboten einer Eiszeit, wie sie zuletzt vor 10.000 Jahren auftrat. Kommentar überflüssig. Nun hat also auch noch das EU-Parlament die Frechheit, einen Klimanotstand zu beschließen, obwohl 109 Millionen Euro Mehrkosten/Jahr durch zwei Parlamentssitze in Brüssel und Straßburg verschleudert werden, wo abwechselnd Hof gehalten und natürlich per Flugzeug gependelt wird. Dasselbe EU-Parlament hat Gesetze verabschiedet, welche das Abholzen des Amazonas-Urwaldes bewirken, um Soja für den europäischen Markt anbauen zu können. Anstatt regionaler Landwirtschaft werden Großbetriebe gefördert, deren Waren über tausende Kilometer durch Lkw transportiert werden müssen. Ein Notstand ist damit wirklich nachvollziehbar, nämlich dass ein teurer Haufen inkompetenter Heißluftproduzenten die EU-Völker zum Narren hält.

Dieter Henn, Bludenz