Das Mahl des Lammes – Die Messe als

Leserbriefe / 10.12.2019 • 19:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Himmel auf Erden

„Lamm Gottes“, umrahmt von einer Monstranz, steht auf vielen Plakaten in den Straßen von Bregenz. Gesponsert von vkw, raiffeisen, rhomberg, dyna/bcs. „Lamm Gottes“, der Arbeitstitel (?) eines Stückes von Michael Köhlmeier. Der Titel ein Werbegag auf Kosten des Allerheiligsten der Katholischen Kirche: „Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünde der Welt.“ Das Stück wurde von der Kritik als sehr zahm wahrgenommen, war doch angekündigt, dass es um Fressen und Gefressenwerden geht. Es wird der Problemlösungsvorschlag zitiert, doch die Kinder der Armen an die Reichen zu verfüttern. Mysterientheater wurde angekündigt. Herausgekommen ist Unterhaltung, zahm und lahm, im Vergleich zur Wirklichkeit von Euthanasie und Abtreibung. Mystisch und spannend ist es dort, wo das Hochzeitsmahl des Lammes gefeiert wird, mit oder ohne „Stille Nacht“, im Requiem oder bei der Taufe. Damit niemand darauf konditioniert werde, während der Wandlung an Köhlmeiers Lamm zu denken, ist es angebracht – aus Rücksicht auf religiöse Gefühle und Praxis –, den Arbeitstitel zu überarbeiten. Wer aber wirklich in das Mysterium eintauchen will, dem empfehle ich als Vorbereitung zur Heiligen Messe: Scott Hahn, „Das Mahl des Lammes – Die Messe als Himmel auf Erden“, zu lesen.

Michael Chmela, Bregenz