Schwerpunkte eines Bischofs

Leserbriefe / 11.12.2019 • 18:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Kärnten hat endlich einen neuen Bischof, Josef Marketz. Viele, die ihn persönlich kennen, freuen sich sehr über seine Ernennung. Auch unser Bischof Benno Elbs. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt sagte Marketz, dass sein Bischofsdienst von zum Teil persönlichen Schwerpunkten geprägt sein werde. Er nannte: Die Sorge um die Menschen am Rande. Den Grundsatz bzw. Wahlspruch „Gott ist die Liebe.“ Und schließlich das Evangelium. Der Einsatz für die Menschen am Rande unserer Gesellschaft (und unserer Kirche) sollte nach dem Wunsch des jetzigen Papstes den Dienst jedes Bischofs kennzeichnen. Doch das ist, wie wir wissen, keineswegs der Fall. Umso erfreulicher, wenn einer sich klar dazu bekennt und sein bisheriges Leben davon ein eindeutiges Zeugnis gibt. Die Glaubensüberzeugung „Gott ist die Liebe“ gibt dem Bischof die heute notwendige Weite. Gottes Liebe umfasst alle Menschen, nicht nur die Katholiken oder nur die Christen oder nur die Gläubigen. Auch nicht nur die Österreicher oder nur die Europäer. Und wie will – auch das ist interessant! – Bischof Marketz das Evangelium verkünden? Er will es „dem heutigen Menschen als Lebensdeutung auf zeitgemäße Art und Weise als Angebot und Einladung“ anbieten „und ihn in seiner Suche nach dem guten Leben“ begleiten und unterstützen.

Pfr. Helmut Rohner, Dornbirn