Schon einmal darüber nachgedacht?

Leserbriefe / 18.12.2019 • 18:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schon wieder ist ein Rinderbestand auf einem Bauernhof von TBC befallen. Wie dramatisch für die Bauernfamilie, wenn ihr ganzer Viehbestand gekeult werden muss. Jedes einzelne Tier ist ein liebgewonnenes Lebewesen, um das man trauert. Die finanziellen Verluste müssen erst wieder durch Entbehrungen aufgehoben werden. Wieso ist diese Infektion so häufig? Schuldzuweisungen zwischen Landwirtschaft und Jagd gehen hin und her. Ich bin überzeugt, dass der Infektionsdruck durch die Laufställe enorm zunimmt. Alle Tiere kommen ständig in gegenseitige Berührung, zwangsweise, da die Ställe ja auch nicht so groß gebaut werden können. Ich habe nie verstanden, dass eine Anbindehaltung so niedergemacht werden kann. Die Tiere sind ruhiger, sauberer und werden dann erst im Frühjahr auf der Weide die Rangordnungen ausfechten. Auch für die Jägerschaft gibt es Nachdenkbedarf. Das Fressen aus der Heuraufe ist absolut unproblematisch. Aber beim Fressen von Kraftfutter aus genau diesen Trögen ist die Ansteckungsgefahr groß. Jedes Tier hinterlässt in den Trögen Speichel und infiziert, so es krank ist, weitere Tiere. Eigentlich logisch und nachvollziehbar.

Robert Salzgeber, Gargellen