Cent

Leserbriefe / 26.12.2019 • 17:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Es ist vollbracht. Hurra! Die Briten sind endgültig draußen. Es bleibt ein fader Beigeschmack, dass unsere Währung weiterhin Cent heißt. Das klingt doch ziemlich englisch. Oder kommt es mir spanisch vor, dass es seit 1892 in Österreich sage und schreibe sieben verschiedene Währungen gab? Gulden, ab 1892 Krone, ab 1924 Schilling, ab 1938 Reichsmark, ab 1945 wieder Schilling, ab 1947 neuer Schilling und seit 2002 eben den Euro? Verlierer waren immer Besitzer von Bargeld – also Sparer. Banken schießen allerdings seit dieser Zeit in London und New York wie Pilze aus dem Boden. Kleinstaaten wie Liechtenstein, Malta, San Marino, Andorra, Monaco und Vatikan sind Steuerparadiese mit einer überdurchschnittlich hohen Banken- und Briefkastenvielfalt. Mit dem EU-Beitritt wurde uns Bürgern weisgemacht, es würde alles billiger und einfacher. Genau das Gegenteil ist passiert. Es wurde unendlich teurer und politisch unlenkbar in Europa. Die Weltbank sitzt in den USA, und deren Währung nennt sich auch Cent. 1892 waren die USA politisch noch ein Kleinstaat. Yes we can do? Nicht wir, sondern die Banken!

David Feurstein, Hohenweiler