Kiesabbau

Leserbriefe / 27.12.2019 • 16:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In der Frage des Kiesabbaus, es geht nicht nur um Hohenems, wird von den Betreibern und den Abbau-Befürwortern keine Silbe darüber verloren, dass täglich mehrere Dutzend Schwer-Lkws, beladen mit Vorarlberger Kies, über die Grenze nach Liechtenstein und in die Schweiz fahren. Nicht nur von den Vertretern der Wirtschaft, auch von den politisch Verantwortlichen des Landes wird dieses Faktum mit keinem Wort erwähnt. Mit Kies-Exporten kann man keine Stimmen gewinnen und so versucht man es mit der halben Wahrheit. Doch die Bürgerinnen und Bürger lassen sich nicht mehr hinters Licht führen. Das sollte man in diesen Kreisen endlich begreifen. Und zum wiederholten Male: Demokratische Kultur sieht anders aus.

Im Vorfeld von Entscheidungen, bei denen es um den Schutz wichtiger Lebensgrundlagen für die Bevölkerung und um Enkeltauglichkeit geht, müssen alle Fakten, alle Für und Wider, ungeschönt auf den Tisch. Erst im Anschluss daran kann ein Austausch darüber, ein konstruktiver Dialog und ein nützlicher Entscheidungsprozess stattfinden. Laut VN-Bericht hat die Stadt Hohenems die mehrfachen Auswirkungen eines weiteren Kiesabbaus jeweils mit Fachleuten eingehend geprüft und eine faktenbasierte Entscheidung getroffen. Das Ergebnis ist ein klares Nein. Die Entscheidungskriterien sind abschließend in einer breiten, öffentlichen Information der Stadtbevölkerung zu kommunizieren.

Armin Amann, Schlins