Kalbfleischexporte

Leserbriefe / 01.01.2020 • 19:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

300 Gramm Rabattreklame in den Papierkorb zu werfen, damit hat mein Morgen begonnen. Danach staunte ich über einen Leserbrief vom 24. Dezember, wonach es im Interesse der Tiere wäre, wenn „beim Fest der Liebe“ Pflanzenkost auf dem Teller landet. Bis zum Osterfest oder bis zum „Fest des Heiligen Geistes“ wünsche ich allen Vegetariern die Einsicht, dass jedes hier gegessene Kalb nicht exportiert würde. Weil ich nur ein altes Kalb mit zwei Füßen bin, genieße ich nach altem Brauch an Weihnachten und Silvester Püree und Sauerkraut mit Kalbsbratwurst.

Kalbsbratwurst gibt es auch auf der Messe in Dornbirn. Dieses Jahr leider in und neben der Halle nicht schön angebräunt, sondern angekohlt. Warum darf man Wurst mit wenig heimischem Kalbfleisch und mehr importiertem Schweinefleisch auch als Kalbsbratwurst bezeichnen? Das halte ich für Betrug.

Wenn die Aufrufe von Vegetariern, auch aus der Schweiz, bei uns verbreitet werden, dann ist sicher nicht nur die EU für die furchtbaren Kälbertransporte verantwortlich.

Josef Sutterlüti,

Hittisau