Unsinn zum Quadrat

Leserbriefe / 02.01.2020 • 18:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Von Umweltfeinden – das sind in erster Linie dieselben Leute, die rein zum Vergnügen eifrig Auto- und Motorrad fahren oder gar fliegen, einen Hang zur Gewalt haben und schon am Weihnachtsabend Böller krachen lassen –, aber auch von militanten Veganern wird immer wieder behauptet, dass die Viehhaltung für einen großen Teil der sich auf den Treibhauseffekt auswirkenden CO2-Bilanz verantwortlich sei. Dazu will ich nun eine Milchmädchenrechnung aufstellen und eine Kuh als Energiequelle mit 0,5 kW ausweisen. Die Biomasse, die eine Kuh nicht frisst, würde bei der Verrottung zwar nur 0,3 kW abgeben, aber erst nach der Verwaldung mehr Sauerstoff produzieren als CO2. Ein nicht zu verachtender Nebeneffekt wäre, dass Waldflächen viel weniger Energie in den Weltraum zurückstrahlen als Wiesen, Felder und Schneeflächen. Nur eine Stunde sinnlosen Motorradfahrens entspricht dem Tagesenergieverbrauch einer Kuh, wobei das Fahrzeug aber kein Heu frisst, sondern fossile Überreste von Lebewesen, die vor Millionen von Jahren nicht oxidiert waren und zu einer positiven Sauerstoffbilanz beitrugen, sodass sich das Leben so entwickeln konnte, wie es heute eben ist. Die Menschheit verbraucht jährlich 4,5 Milliarden Tonnen Erdöl, also in etwa das, was die Erde seinerzeit in einer Million Jahren nicht verrotten ließ. Prosit Neujahr!

Thomas Amann,

Bregenz