Ludesch quo vadis

Leserbriefe / 07.01.2020 • 19:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Von 2688 stimmberechtigten Wählern haben 36,5 % gegen die geplante Projekterweiterung gestimmt. 938 Wähler sind der Abstimmung ferngeblieben. Die Meinungsbildung in der Bevölkerung ist auf Jahre hinaus zerrüttet. Den Nährboden für die bedauerliche Spaltung der Bevölkerung muss man im unüberlegten Trommelwirbel der gegnerischen Argumentation suchen. Sie war alles eher als faktenbasiert. Den giftigen Wahlerfolg darf sich die „Initiative Ludesch“ auf ihre Fahnen heften, weil sie sich nicht von den sich im Internet häufenden Neid-Postings distanzierte, die selbst vor ehrenrührigen Seitenhieben nicht Halt machten. Total widersinnig sind schlussendlich die (von den im Wald Verirrten?) anonym verbreiteten Obstrusitäten, wonach etwa die geplante Erweiterung des Lagerhallenprojektes klimaschädlich sein soll. Diese Meinungsmache gegen Vorarlberger Gemeinwohlinteressen gehört als mentale Umweltverschmutzung an den Pranger. Mehr als 50 % aller An- und Auslieferungen erfolgen in Ludesch auf Schiene. Dadurch vermeidet Rauch schon bisher Tausende Lkw-Fahrten, wovon nicht nur die ÖBB profitiert, sondern auch die Luftqualität in den Walgaugemeinden. Bei Errichtung der projektierten Lagerhalle würden jährlich weitere 8000 Lkw-Fahrten eingespart! Diese herausragenden und für jeden von uns überprüfbaren Vorteile dienen auf vorbildliche Weise dem Umweltschutz im Walgau und somit der Gesundheit unserer Kinder. Wer das verhindern will, dem müsste man frei nach Greta Thunberg zurufen: „How dare you!“

Robert List, Schlins