Öffentliches Laden von E-Autos

Leserbriefe / 07.01.2020 • 19:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Seit vielen Jahren bin ich mit E-Autos unterwegs – auch auf längeren Strecken. Immer wieder höre oder lese ich, dass die (fehlende) öffentliche Ladeinfrastruktur ein Problem darstelle. Aus meiner Sicht stimmt das nicht: Egal ob ich in Österreich, Deutschland oder Schweiz unterwegs bin, ich hatte noch nie ein Problem, eine freie Ladesäule zu finden. Gerade in Vorarlberg haben wir eine hervorragende Ladeinfrastruktur. Ein großes Problem habe ich jedoch mit dem völlig unübersichtlichen Angebot an Ladekarten, den Abrechnungstarifen nach Zeit (und nicht nach der Strommenge in Kilowattstunden) und den teilweise horrenden Kosten bei öffentlichen Ladesäulen, wo das Stromtanken oft deutlich mehr kostet, als das vergleichbare Betanken eines Fahrzeuges mit Verbrennungsmotor. Ich würde mir vom ÖAMTC auch eine einheitliche Ladekarte wünschen, wie sie beispielsweise der ADAC in Deutschland zur Verfügung stellt. Eine Ladekarte mit vernünftigen Kosten pro Kilowattstunde für ÖAMTC-Mitglieder. Oder eine Ladekarte von der VKW, wie sie Maingau-Energie zur Verfügung stellt, mit Kosten von 25 Cent pro kWh für Maingau-Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ich möchte jedoch den heimischen Stromanbietern treu bleiben und hoffe, dass man hier im Lande endlich reagiert. Ich habe zwar das Koalitionsabkommen der neuen Türkis-Grünen-Koalition noch nicht gelesen, würde mich aber freuen, wenn sich auch hier etwas tut.

Dipl.-Ing. Martin Besch, Feldkirch