Ist der Golm ein
Familienberg?

Leserbriefe / 08.01.2020 • 19:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Das erste Mal sind wir ins Grübeln gekommen, als wir vergangenen Sommer mitbekamen, wie eine Familie mit zwei Kindern für die Auffahrt auf den Familienberg tief in die Tasche greifen musste. Mittlerweile sind es 70,80 Euro. Und das ohne Alpine Coaster. Dafür fallen nochmal 40 Euro an, da auch nach einer Wanderung nach Latschau für den Fahrspaß zwangsweise die nicht benötigte Auffahrt von Vandans mitbezahlt werden muss. Das Gleiche gilt auch für die Inhaber einer Jahressaisonkarte. Ein teurer Spaß für Familien, wenn doppelt kassiert wird. Im vorigen Winter konnte unsere Enkelin mit knapp drei Jahren stundenweise das Kinderland nutzen. Ein Angebot, das von Einheimischen und Gästen gerne genutzt wurde. Dass nun mit drei Jahren und zehn Monate die Teilnahme am Skikurs mit dem Verweis, sie sei noch keine vier Jahre alt, nicht möglich ist, versteht nicht nur unsere Enkeltochter nicht, es spricht auch nicht für die in der Werbung ausgelobte, familienfreundliche Skischule. Immerhin wurde auf Nachfrage eine Lösung angeboten: „Ein Kurs mit einem Privatskilehrer“. Privatskilehrer für ein nicht mal vierjähriges Kind? Nicht sehr freundlich für Familien, die ihre Kinder zusammen mit anderen ans Skifahren heranführen wollen. Nun muss sie halt gefahren werden, denn im Skigebiet Silvretta Montafon braucht sie keinen Privatskilehrer.

Michael Trabert, Vandans