FPÖ-Neugestaltung

Leserbriefe / 10.01.2020 • 18:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wie Herr Josef Wetzel in seinem Leserbrief vom 9. 1. 20 richtig anführt, hat die FPÖ mit ihrer Neugestaltung auch eine Fehleinschätzung. Nach so einem schwerwiegenden Skandal eines Parteichefs muss eine Erneuerung der gesamten Parteiführung vorgenommen werden. Strache war mit Gudenus, Hofer und Kickl eine Einheit. Er profitierte von allen dreien, die ihn in allen Belangen berieten und unterstützten. Das Gedankengut vom Ibiza-Video war sicher nicht nur die Idee von Strache und Gudenus. Hofer und Kickl tun so, als ob sie nie davon wussten. Jetzt von Hofer und Kickl zu sagen, der Parteiausschluss wäre genug Reaktion (Gudenus ging ja selbst), ist ein großer Irrtum. Um eine Partei grundlegend zu „renovieren“, muss die gesamte Führungscrew ihren Hut nehmen, sonst bleibt viel Altes im Parteitopf. Als Parteiobmann könnte ich mir den Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner bestens vorstellen. Kurz hat es in der alten ÖVP vorgemacht. Altes raus, Neues rein. Nur so kann ein Neuanfang gemacht werden. Die FPÖ wird sonst noch lange an dem alten Zopf hängen und die früheren Wähler kommen nicht mehr zurück.

Oskar Piffer, Dornbirn