Stadtmetzgerei
zu verschenken

Leserbriefe / 12.01.2020 • 19:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mit Erstaunen habe ich einen Leserbrief vom 4. 1. 2020 mit dem Titel „Feldkircher Stadtmetzgerei zu verschenken“ zur Kenntnis genommen. Die Stadtmetzgerei Spieler hatte eine herausragende Rolle im Stadtkern von Feldkirch. Eine freundliche Belegschaft, welche eine qualitativ sehr hochwertige Ware angeboten hat. Dass – wie ich lesen musste – nun nach 22 Jahren mit solch einer Feldkircher „Institution“ vonseiten der Stadtwerke Feldkirch so umgegangen wird, ist mehr als befremdlich. Es bewahrheitet sich scheinbar auch in Feldkirch, dass jahrelange harte Arbeit zur Sicherung der Grundversorgung der Bevölkerung im Bereich Nahrungsmittel/Metzgerei durch die Politik nicht gewürdigt wird, wenn man als „Stadtwerke“ noch einen kleinen monetären Vorteil erlangen kann. Es ist nicht ersichtlich, dass auch nur ansatzweise zum Wohle der Feldkircher Bevölkerung entschieden wird. Die Stadtwerke machen für den Außenstehenden eher den Eindruck eines Kindergartenkindes, welchem man sein Förmchen entwendet hat. Was bleibt, ist eine Erinnerung an ein Fachgeschäft im Stadtkern, das über die Stadt- und Landesgrenzen (bis Liechtenstein) für seine Qualität bekannt war.

Auch bleibt der Eindruck, dass auch in diesem Fall für die Politik das Wohl und der Nutzen für die Gesellschaft sekundär zu sein scheint.

Joachim Kais, Schaan (FL)