Die Empathie lebt

Leserbriefe / 15.01.2020 • 17:58 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Ich schließe an die VN-Beilage „Das Gute im Jahr 2020“ an. Am 21. Juli 2019 brach meine zweite Hälfte weg; das Herz trauert und weint. Der Wirbelbruch vom Mai will nicht wirklich heilen, und die Osteoporose macht mir zu schaffen. Zu den Rückenschmerzen gesellt sich seit Dezember ganz unwillkommen eine Brustbeinprellung. Mich fahren Nachbarn in Orte, wohin das Taxi zu teuer wäre.

Die meisten Busfahrer lassen mich freundlich vorne einsteigen, und Fahrgäste überlassen mir den vorderen Platz. In Lokalen hilft man mir regelmäßig in den Anorak und Rucksack.

Viele helfen mir mit dem Einkaufswagen über die Gehsteigkante und fahren ihn mir öfters bis zur Eingangstür.

Das alles registriere ich dankbar und freue mich, das die Empathie in der digitalen Welt weiterzuleben vermag.

Margarete De Rosso-Zsulits, Bregenz